December 9, 2014

FSMA: Gibt es sicheres Rindfleisch? Neuer Bericht legt nahe, dass die USA dies nicht tun: Wenn Sie das nächste Mal Lust auf einen Cheeseburger haben, könnten Sie in Erwägung ziehen, in ein Flugzeug zu steigen und nach Deutschland zu fliegen. Oder nach Frankreich. Oder nach Neuseeland. Im Grunde überall hin, nur nicht in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Fast durchgängig liegen die USA bei den Produkten am unteren Ende („regressiv“) Rückverfolgbarkeitsprogramme nach Rangfolge einer neuer Bericht des Institute of Food Technologists (IFT).

IFT untersuchte 21 Länder und stufte sie anhand einiger Kriterien als „fortschrittlich“, „moderat“ oder „rückschrittlich“ ein.

Während das Wahrzeichen Gesetz zur Modernisierung der Lebensmittelsicherheit von 2010 (FSMA) Obwohl die Situation in Amerika verbessert werden soll, „steckt die Entwicklung von Vorschriften noch in den Kinderschuhen“, heißt es in der Studie. Der genaue Titel der Studie lautet „Vergleich globaler Vorschriften und Anforderungen zur Lebensmittelrückverfolgbarkeit“. Das ist ein ganz schöner Brocken, Wortspiel beabsichtigt. Eine frühere PowerPoint-Präsentation des IFT befasste sich ebenfalls mit diesem wichtigen Thema.

Der FSMA wurde am 4. Januar 2011 von Präsident Obama in Kraft gesetzt. Er sollte der Food and Drug Administration (FDA) neue Befugnisse zur Regulierung des Anbaus, der Ernte und der Verarbeitung von Lebensmitteln geben. Das Gesetz verleiht der FDA eine Reihe neuer Instrumente, darunter die obligatorische Rückrufbefugnis. Doch das liegt alles noch in der Zukunft. Der IFT-Bericht informiert uns über die aktuelle Lage.

Wo soll man bei der Lektüre des Berichts anfangen? Die Rangliste von 21 Ländern (EU, China, Japan und einige weitere, darunter Brasilien und das Land der Kiwis) ergab, dass die USA nur einer von zwei großen Rindfleischexporteuren ohne verbindliche Rückverfolgbarkeitssysteme für rotes Fleisch waren. Auch mit einem schwachen Verbraucherzugangsprogramm lagen sie hinter den meisten anderen Ländern zurück.

Generell lagen die EU-Länder (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Irland usw.) an der Spitze. Dies ist unter anderem auf die 2005 eingeführten strengen Standards zurückzuführen, die verpflichtende Rückverfolgbarkeitsprogramme für Lebensmittel, Futtermittel, Nutztiere und alle anderen in Lebensmitteln oder Futtermitteln enthaltenen Substanzen beinhalten.

Die USA konnten einige Erfolge verzeichnen – fast ausschließlich negative. So sind sie beispielsweise neben China das einzige Land, das hinsichtlich der Breite der gesetzlichen Bestimmungen zur Produktrückverfolgbarkeit als rückschrittlich eingestuft wird.

Die USA, China und Kanada sind zudem die einzigen Mitglieder eines anderen, nicht ganz so attraktiven Clubs: rückschrittliche elektronische Programme zur Rückverfolgbarkeit von Viehbeständen.

In seiner Zusammenfassung stellt der Bericht diplomatisch das Offensichtliche fest: Die USA „hinken den meisten anderen Nationen hinterher.“

Lassen Sie uns mit einer positiven Note abschließen. Die USA haben es in die Spitzengruppe der freiwilligen Rückverfolgbarkeitsprogramme geschafft. Optimisten könnten sagen, dass US-Fleischexporteure die relativ laxen gesetzlichen Vorgaben ihres Landes deutlich übertreffen. Pessimisten würden dennoch dazu raten, den nächsten Cheeseburger, das nächste Hühnchensandwich oder den nächsten Tilapia in Amerika zweimal zu überlegen – zumindest bis das FSMA greift.

 

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